Bretagne/Frankreich

Jean-Luc Bannalec. Bretonische Verhältnisse (2012)

bannalec-jean-luc-2012-bretonische-verhaeltnisseKommissar Georges Dupin, vor knapp drei Jahren zwangsversetzt aus Paris ans “Ende der Welt”, wird in der Bretagne wohl immer ein Zugereister bleiben. Das hindert ihn allerdings nicht daran, sein neues Zuhause zu lieben: Concarneau und sein Lieblings-Café-Restaurant L’Amiral, Sonne, Meer und das Blau der Bretagne.

An einem heißen Morgen Anfang Juli wird Kommissar Dupin in das malerische Pont-Aven gerufen: Der Besitzer des berühmten Hotel Central wurde erstochen im Restaurant seines Hotels aufgefunden. Pierre-Louis Pennec war bereits 91 und schwer herzkrank. In seinem Hotel sah er trotzdem noch jeden Tag nach dem Rechten, er war die Seele des Hotels, das bereits zu Zeiten Gauguins beliebt und bekannt war. Um die Erinnerung an die Zeit der Maler in Pont Aven hochzuhalten, hängen im Restaurant des Hotels zahlreiche Kopien von berühmten Gemälden dieser Maler.

Pont-Aven und seine Geschichte

Der sympathische Kommissar Dupin ermittelt mithilfe seiner beiden Assistenten Riwal und Kadeg, seines roten Clairefontaine, sehr viel Koffein und seiner Intuition. Wie immer in der Bretagne ist die Geschichte allgegenwärtig und spielt auch für die Auflösung dieses Falles eine gewichtige Rolle.

Pont-Aven (2011. Foto: bk)

Pont-Aven (2011. Foto: bk)

Hommage an die Bretagne

Die Krimihandlung ist wirklich interessant, spannend geschrieben, aber ohne übertriebene Action. Die Hauptrolle allerdings spielt in diesem Buch ganz klar die Bretagne selber: ihre Landschaft, ihre Geschichte, die eigenwilligen Menschen. All das beschreibt Bannalec so gut und nah, dass der Leser / die Leserin sich schon beinahe selber in der Bretagne wähnt und Meer, Luft und das Blau zu spüren meint. In diesem ersten Band steht Pont-Aven im Mittelpunkt, ein wirklich malerischer Ort, der immer noch von seinen Künstlerkolonien im 19. Jahrhundert lebt.

Vielleicht sind Bannalecs Romane auch eher Reiseführer mit Krimihandlung – aber das ist ganz egal, denn es macht einfach Spaß, sich zu einem kleinen Urlaub enführen zu lassen.

Jean-Luc Bannalec. 2012. Bretonische Verhältnisse. Ein Fall für Kommissar Dupin. Köln: Kiepenheuer & Witsch. (Kommissar Dupin, Bd. 1)

Weitere Informationen

Verlagsseite des Romans bei Kiepenheuer & Witsch
ausführliche Besprechung bei Wikipedia (Vorsicht Spoiler!)
Jörg Seewald auf Tagesspiegel.de über die Verfilmung des Romans (vorab)
als Film-Kritik auf der Webpräsenz der Frankfurter Rundschau
zur Dokumentation im ZDF, die einige Orte der Handlung vorstellt

Artikel und Rezensionen

unter dem Titel Bretagne für Krimi-Fans: Mordsappetit auf Entrecôte vom 3.12.2013 auf Spiegel online
unter dem Titel Von Null auf Hundert – Wer ist Jean-Luc Bannalec? vom 6.6.2012 auf Die Welt

Norbert Krüger auf seinem Blog Shakespeare and more vom 2.4.2012
Wolfgang Weninger auf Krimi-Couch.de im April 2012

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5 Kommentare zu “Jean-Luc Bannalec. Bretonische Verhältnisse (2012)

  1. Pingback: Jean-Luc Bannalec. Bretonische Brandung (2013) | Krimi-Magazin

  2. Pingback: Jean-Luc Bannalec. Bretonisches Gold (2014) | Krimi-Magazin

  3. Pingback: Jean-Luc Bannalec. Bretonischer Stolz (2015) | Krimi-Magazin

  4. Pingback: Jean-Luc Bannalec. Bretonische Flut (2016) | Krimi-Magazin

  5. Pingback: Jean-Luc Bannalec. Bretonisches Leuchten (2017) | Krimi-Magazin

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