Italien

Rosa Cerrato. Das böse Blut der Donna Luna (dt. 2010)

Mitten in einer unerträglichen Hitzewelle werden in Genua die Leichen mehrerer Frauen gefunden – ohne Kopf. Zwei junge Prostituierte sind die ersten Opfer, aber sie bleiben nicht die letzten. Commissario Nelly Rosso jagt einen Serienmörder, Unterstützung erhält sie dabei von einer Zuhälterin mit Herz und einem bekannten Profiler.

Über die erste Tote ohne Kopf stolpert Commissario Nelly Rosso beinahe bei einer morgendlichen Laufrunde. Der junge Gianluca Sonni hat die Leiche entdeckt und passt als erster Verdächtiger besonders Nellys Kollegen gut in den Kram. Bei der Hitze im hochsommerlichen Genua ist niemand erpicht auf schweißtreibende Ermittlungen. Doch bereits am nächsten Tag wird eine zweite Leiche gefunden, auch sie eine junge Prostituierte. Dieser ersten Spur geht Nelly natürlich nach und lernt so Claire Ngoro kennen, eine Zuhälterin von eher mütterlichem Typ.

Der Profiler

Da es Genua offensichtlich mit einem Serienmörder zu tun hat, bittet Nelly darum, den bekannten Profiler Alessandro Palmieri zurate zu ziehen. Doch ihre Begeisterung hält nicht lange an. Auch wenn die Analyse Palmieris Hand und Fuß zu haben scheint, erfasst Nelly ein spontanes Misstrauen gegenüber Palmieri, das sie zwar nicht begründen kann, sie aber auf der Hut sein lässt. Währenddessen gehen die Morde weiter, der Täter scheint einen besonderen Rhythmus zu pflegen und beschränkt sich auch nicht auf Prostituierte.

Claires Magie

Neben Palmieri – und natürlich den üblichen Kollegen der Polizei – unterstützt Claire Ngoro die Ermittlungen auf höchst unorthodoxe Weise mit (schwarzer?) Magie. Als Medium verfüge sie über Mittel und Wege, sagt sie, die sie nutzen wolle, damit Nelly den Mörder von Claires Nichte findet. Das führt zu einigen übernatürlichen Momenten im Verlauf der Ermittlungen, die den Kriminalfall, so spannend er auch sein mag, in das Reich von Fantasy und Vodoo-Zauber abdriften lassen. Das ist schade, denn trotz ein paar Längen ist die Geschichte sonst gut erzählt, die Beschreibungen zur Hitze in Genua lassen den Leser mitfühlen und so in die Handlung eintauchen. Auch wenn der Kriminalfall natürlich reichlich blutig ist und die Auflösung des Falles extrem perfide, ist sie aber auch originell und der ganze Plot gut konstruiert.

Rosa Cerrato. Das böse Blut der Donna Luna. Nelly Rosso ermittelt. Berlin: Aufbau Verlag, 2010. | Original: La maman di via del Campo. Genua: Fratelli Frilli Editori, 2007. Übersetzung Verena von Koskull. (Nelly Rosso, Bd. 2)

Bisher in dieser Serie erschienen

Schnee an der Riviera. (Nelly Rosso, Bd. 1)
Der Fluch vom Valle della Luna. (Nelly Rosso, Bd. 3)

Weitere Informationen

Verlagsseite zum Krimi beim Aufbau Verlag
der Krimi bei LovelyBooks

Weitere Artikel und Rezensionen

auf Krimi-couch.de
Silke Schröder auf hallo-buch.de (21.10.2010)

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