Deutschland

Ursula M. Muhr. Wallensteins Tod (2014)

Kommissarin Beate Maiwald macht Urlaub in der alten Heimat in Altdorf, als sie bei einem Waldlauf eine Leiche findet: erstochen mit einem Säbel und im Wallenstein-Kostüm. Dass sie hier nicht ermitteln darf, wo sie viele der Beteiligten kennt, macht sie schier verrückt.

Zwei Wochen hat sich Kommissarin Beate Maiwald Urlaub von ihrem Dienst in Gotha genommen. In dieser Zeit will sie ihrem Assistenten Klaus Hubertson nicht nur die Wallenstein-Festspiele und die Schönheiten Frankens vorführen, sondern ihn nach einer Verletzung und dem Ende einer Beziehung aus seiner Lethargie holen.

Leiche in Kostüm

Dazu steht viel Sport auf dem Programm der beiden, dass sie dabei im Wald in einer Schlucht eine Leiche finden, war natürlich nicht geplant. Der Tote trägt eines der historischen Kostüme und wurde mit einem Säbel erstochen. Hubertson muss zur nächsten Polizeistation laufen, während Maiwald den Tatort bewacht und hofft, dass sie die Möglichkeit erhält, sich an den Ermittlungen in irgendeiner Form zu beteiligen. Das Kostüm deutet auf einen Zusammenhang mit den Festspielen hin und schließlich ist Maiwalds älteste Freundin, Christa Bernheim, die Chefin dort. Die Gerüchte im Dorf besagen, dass in der Schlucht ein Duell stattgefunden haben soll, der tote Armin Bauer gegen Jürgen Bär, auch Mitwirkender bei den Festspielen.

Ermittlungsversuche

Der ermittelnde Kommissar, Jens Morgenroth, hält allerdings gar nichts von der angebotenen Unterstützung und verbietet Zeugenbefragungen und ähnliches. Zwanglose Gespräche unter Freunden kann er allerdings nicht untersagen, und so erfährt Beate Maiwald doch das eine oder andere. Doch entscheidende Puzzlesteine fehlen ihr immer wieder und der Frust steigt. Doch komplett kaltstellen lässt sie sich nicht.

zäh

Trotz seiner relativen Kürze liest sich dieser Krimi ein wenig zäh – das umfangreiche Sportprogramm, das immer wieder zu Wegbeschreibungen und in diverse Wirts- und Caféhäuser führt, mag für die Entschlossenheit der Protagonisten sprechen, für den Leser ist es keine reine Freude. Auch ist die Kommissarin in diesem Fall einfach zu weit weg von den Ermittlungen, ein paar Gespräche, die nicht wirklich etwas ergeben, aber die entscheidenden Hinweise fehlen ihr immer. Sehr befriedigend ist die Auflösung des Falles auch nicht wirklich. Einige Aspekte wirken arg bemüht. Nicht mal das Lokalkolorit reißt es wirklich raus, von den Wallenstein-Festspielen sieht man nur fiktive Gestalten hinter den Kulissen.

Kann man mal lesen – muss man aber wirklich nicht.

Ursula M. Muhr. Wallensteins Tod. Regensburg: Spielberg, 2014. (Beate Maiwald, Bd. 3)

In dieser Serie bisher erschienen

Ursula M. Muhr. Kinderspiel. Regensburg: Spielberg, 2011. (Beate Maiwald, Bd. 1)
Ursula M. Muhr. Tod im Höhlensee. Regensburg: Spielberg, 2012. (Beate Maiwald, Bd. 2)
Ursula M. Muhr. Wallensteins Tod. Regensburg: Spielberg, 2014. (Beate Maiwald, Bd. 3)

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